2010年11月29日月曜日
2010年11月28日日曜日
Magnete
Eine beliebte Fingerübung im wahrsten Sinne des Wortes ist:
Die Hände werden wie zum Gebet gefaltet. Nur die beiden Zeigefinger streckt man aus, ein paar Zentimeter voneinander entfernt.
Nun kommt die Aufforderung, sich vorzustellen, dass da Magnete die Zeigefinger aneinander ziehen. Bei den meisten Leuten wirkt das, nach einiger Zeit kommen die Finger wirklich zueinander.
Dies Konzept lässt sich leicht ausbauen. Ich habe in meinem Geldbeutel zwei ringförmige Magnete, die genau über die Zeigefinger passen.
So kann ich erst einmal das wirkliche Erlebnis verschaffen, dass da Magnete die Finger ganz sanft zusammenziehen.
Um so einfacher ist es dann, im nächsten Schritt sich ohne Magnete vorzustellen, dass da etwas zieht. Weil die Erfahrung ja schon einmal gemacht ist.
Musikvideo: Jethro Tull, Aqualung
Die Hände werden wie zum Gebet gefaltet. Nur die beiden Zeigefinger streckt man aus, ein paar Zentimeter voneinander entfernt.
Nun kommt die Aufforderung, sich vorzustellen, dass da Magnete die Zeigefinger aneinander ziehen. Bei den meisten Leuten wirkt das, nach einiger Zeit kommen die Finger wirklich zueinander.
Dies Konzept lässt sich leicht ausbauen. Ich habe in meinem Geldbeutel zwei ringförmige Magnete, die genau über die Zeigefinger passen.
So kann ich erst einmal das wirkliche Erlebnis verschaffen, dass da Magnete die Finger ganz sanft zusammenziehen.
Um so einfacher ist es dann, im nächsten Schritt sich ohne Magnete vorzustellen, dass da etwas zieht. Weil die Erfahrung ja schon einmal gemacht ist.
Musikvideo: Jethro Tull, Aqualung
2010年11月27日土曜日
Operation ohne Narkose
Ich habe eine Reihe von DVDs mit dem Thema Hypnose. Darunter auch: Donna Zuckerbrot, Hypnotized! The Trance State. Dies ist ein Dokumentarfilm zum Thema Hypnose.
Darin wird ein Experte interviewt, der erklärt, er habe einmal eine Operation ohne Narkose erlebt. Da er in der Lage ist, sich selbst zu hypnotisieren und damit den Schmerz abzustellen, brauchte er das nicht.
Die Ärzte haben ihm im Vorfeld davon stark abgeraten. Die betreffende Operation ist normalerweise ohne Betäubung nicht zu machen.
Davon ließ er sich aber nicht beeindrucken. Er war dann bei vollem Bewusstsein in der Lage, während der Operation mit den Ärzten zu reden.
Wenn dies möglich ist, dann hat das verschiedene Vorteile. So kann man die Risiken vermeiden, die mit der Narkose normalerweise verbunden sind. Es kann auch je nach Verlauf der Operation nützlich sein, mit dem Patienten reden zu können.
Weiter ist das dann auch brauchbar, um chronische Schmerzen abzustellen. Spart die Kosten für Medikamente ebenso wie damit verbundene Nebenwirkungen oder Suchterscheinungen.
Es zeigt aber vor allem, dass das Bewusstsein klar auf das Befinden einwirkt. Im Zusammenhang mit BDSM ist natürlich vor allem der umgekehrte Effekt interessant. Nämlich die subjektive Wirkung von eher sanften Techniken objektiv zu verstärken.
Musikvideo: Pink Floyd, Comfortably Numb
Darin wird ein Experte interviewt, der erklärt, er habe einmal eine Operation ohne Narkose erlebt. Da er in der Lage ist, sich selbst zu hypnotisieren und damit den Schmerz abzustellen, brauchte er das nicht.
Die Ärzte haben ihm im Vorfeld davon stark abgeraten. Die betreffende Operation ist normalerweise ohne Betäubung nicht zu machen.
Davon ließ er sich aber nicht beeindrucken. Er war dann bei vollem Bewusstsein in der Lage, während der Operation mit den Ärzten zu reden.
Wenn dies möglich ist, dann hat das verschiedene Vorteile. So kann man die Risiken vermeiden, die mit der Narkose normalerweise verbunden sind. Es kann auch je nach Verlauf der Operation nützlich sein, mit dem Patienten reden zu können.
Weiter ist das dann auch brauchbar, um chronische Schmerzen abzustellen. Spart die Kosten für Medikamente ebenso wie damit verbundene Nebenwirkungen oder Suchterscheinungen.
Es zeigt aber vor allem, dass das Bewusstsein klar auf das Befinden einwirkt. Im Zusammenhang mit BDSM ist natürlich vor allem der umgekehrte Effekt interessant. Nämlich die subjektive Wirkung von eher sanften Techniken objektiv zu verstärken.
Musikvideo: Pink Floyd, Comfortably Numb
2010年11月23日火曜日
Pendel
Ein Klischee von Hypnose geht dahin, dass der Hypnotiseur ein Pendel vor die Augen hält und damit Trance bewirkt.
Tatsächlich gibt es viele andere Methoden dazu. Es ist aber durchaus richtig, dass auch dies ein denkbarer Ansatz ist.
Dies führt dann logischerweise zu der Frage, was man da als Pendel verwenden möchte.
Eine mögliche Antwort, die ich gestern einmal ausprobiert habe: Meine Klammerkette. Ja, die Kette mit den fiesen Klammern für die Brustwarzen. Eignet sich hervorragend für eben diesen Zweck.
Der Witz der Übung ist dabei, schon gleich mal von vornherein klar zu machen, dass da BDSM im Spiel ist. Und wir nicht beim Hypnotherapeuten sitzen.
Oder dies als subtile Andeutung von Dingen verstehen, die nach dem Erfolg der Hypnose später noch so kommen werden. Ankündigungen sind immer schön.
Musikvideo: Pink Floyd, One of These Days
Tatsächlich gibt es viele andere Methoden dazu. Es ist aber durchaus richtig, dass auch dies ein denkbarer Ansatz ist.
Dies führt dann logischerweise zu der Frage, was man da als Pendel verwenden möchte.
Eine mögliche Antwort, die ich gestern einmal ausprobiert habe: Meine Klammerkette. Ja, die Kette mit den fiesen Klammern für die Brustwarzen. Eignet sich hervorragend für eben diesen Zweck.
Der Witz der Übung ist dabei, schon gleich mal von vornherein klar zu machen, dass da BDSM im Spiel ist. Und wir nicht beim Hypnotherapeuten sitzen.
Oder dies als subtile Andeutung von Dingen verstehen, die nach dem Erfolg der Hypnose später noch so kommen werden. Ankündigungen sind immer schön.
Musikvideo: Pink Floyd, One of These Days
2010年11月21日日曜日
Trilby (2)
Siehe auch die vorige Äußerung hier.
Gestern hatte ich nur erwähnt, dass der Roman von du Maurier dafür verantwortlich ist, viele Fehlvorstellungen von Hypnose beim Publikum zu verbreiten. Gehen wir sie der Reihe nach durch.
Die schädlichste Lüge ist die Behauptung, jemand könne allein davon sterben, dass bisher geübte Hypnose nunmehr wegfalle. Das ist völlig frei erfunden. Natürlich braucht man als Romanautor irgendwo ein Ende. Das erfordert aber keine derartige völlige Verdrehung der Tatsachen.
Das nächste ist dann die Behauptung, die hypnotisierte Hauptfigur Trilby könne sich an nichts während dieser Zeit erinnern. Diese Fehlvorstellung ist sehr häufig anzutreffen, zumal sie mit einer wörtlichen Übersetzung von Hypnose als "Schlafinduzierung" durchaus zusammenpasst. Hypnose ist aber kein Schlaf, sondern ein konzentrierter Wachzustand.
Diese Fehlvorstellung steht auch mit der vorigen Lüge in Widerspruch. Wenn Trilby sich eh an nichts erinnern kann, besteht ja wohl auch kein Anlass für irgendwelche Beschwerden geistiger oder körperlicher Art. Logisch ist das alles nicht.
Weiter dann die Vorstellung, man könne Hypnose einsetzen, um jemanden gegen seinen Willen auf Dauer zu kontrollieren. Dies macht allerdings einen nicht unerheblichen Reiz des Romans und Grund für seinen Erfolg aus. Da es ja in der Literatur dieser Zeit nicht möglich ist, BDSM offen auszusprechen, muss es die Andeutung tun. Der Schurke macht die Heldin des Romans zum willenlosen Opfer, das ihm völlig hörig ist. Das ist das Nächste an einer 24/7 TPE-Beziehung, was zu den damaligen Zeiten schreibbar war.
Vermutlich sind viele Leser da auch schon allein von der Beschreibung erregt worden, dass Trilby da völlig nackt für Maler Modell steht.
Völlig unrealistisch dann die Idee, man könne einen unmusikalischen Menschen durch Hypnose in eine berühmte Sängerin verwandeln. Falls Svengali dazu in der Lage sein sollte, spricht nichts dagegen, dies nicht auch im Wachzustand zu tun. Auch dies trägt aber zum Erfolg des Romanes bei, da natürlich viele Leser dann auch halb wünschen werden, durch diese Zauberei aus ihrem durchschnittlichen Leben plötzlich zu fantastischem Bühnenruhm gerissen zu werden.
Hypnose ist aber keine Zauberei. Sie kann viel. Aber nicht Talent und Fähigkeiten aus dem Nichts schaffen, wo keine vorhanden sind.
Der Roman beschreibt auch nirgends, wie diese Wunderwerke eigentlich genau funktionieren. Nur am Rande wird mal erwähnt, dass Svengali etwa den Befehl gibt "schlafe". Das ist dann schon die ganze Induktion. Wer aus dem Roman lernen will, was da wirklich geht und wie es funktioniert, wird völlig enttäuscht. Das wird nicht beschrieben, sondern nur vorausgesetzt.
Eine realistische Beschreibung wäre natürlich auch unmöglich, weil ja eben die genannten Wirkungen ohnehin nicht zu erzielen sind.
Der Hypnotiseur als Schurke, der mit übernatürlichen Kräften unschuldige Mädchen in seinen Bann zieht und völlig hörig macht. Das ist eine Karikatur, die mit der Realität nichts zu tun hat.
Als Phantasie ist es aber durchaus interessant. Man stelle sich etwa vor, Außerirdische kämen mit hoch entwickelten Hypnosestrahlern und geben nur mir solch ein Gerät. Oder ich finde eine Wunderlampe und befehle dem Djinni als erstes, mir einen perfekten Hypnosestrahler zu bauen. Ich bin damit in der Lage, jede Frau beliebig zu kontrollieren. Eine Grundidee für eine ganze Gattung konfiszierlicher Geschichten.
Gestern hatte ich nur erwähnt, dass der Roman von du Maurier dafür verantwortlich ist, viele Fehlvorstellungen von Hypnose beim Publikum zu verbreiten. Gehen wir sie der Reihe nach durch.
Die schädlichste Lüge ist die Behauptung, jemand könne allein davon sterben, dass bisher geübte Hypnose nunmehr wegfalle. Das ist völlig frei erfunden. Natürlich braucht man als Romanautor irgendwo ein Ende. Das erfordert aber keine derartige völlige Verdrehung der Tatsachen.
Das nächste ist dann die Behauptung, die hypnotisierte Hauptfigur Trilby könne sich an nichts während dieser Zeit erinnern. Diese Fehlvorstellung ist sehr häufig anzutreffen, zumal sie mit einer wörtlichen Übersetzung von Hypnose als "Schlafinduzierung" durchaus zusammenpasst. Hypnose ist aber kein Schlaf, sondern ein konzentrierter Wachzustand.
Diese Fehlvorstellung steht auch mit der vorigen Lüge in Widerspruch. Wenn Trilby sich eh an nichts erinnern kann, besteht ja wohl auch kein Anlass für irgendwelche Beschwerden geistiger oder körperlicher Art. Logisch ist das alles nicht.
Weiter dann die Vorstellung, man könne Hypnose einsetzen, um jemanden gegen seinen Willen auf Dauer zu kontrollieren. Dies macht allerdings einen nicht unerheblichen Reiz des Romans und Grund für seinen Erfolg aus. Da es ja in der Literatur dieser Zeit nicht möglich ist, BDSM offen auszusprechen, muss es die Andeutung tun. Der Schurke macht die Heldin des Romans zum willenlosen Opfer, das ihm völlig hörig ist. Das ist das Nächste an einer 24/7 TPE-Beziehung, was zu den damaligen Zeiten schreibbar war.
Vermutlich sind viele Leser da auch schon allein von der Beschreibung erregt worden, dass Trilby da völlig nackt für Maler Modell steht.
Völlig unrealistisch dann die Idee, man könne einen unmusikalischen Menschen durch Hypnose in eine berühmte Sängerin verwandeln. Falls Svengali dazu in der Lage sein sollte, spricht nichts dagegen, dies nicht auch im Wachzustand zu tun. Auch dies trägt aber zum Erfolg des Romanes bei, da natürlich viele Leser dann auch halb wünschen werden, durch diese Zauberei aus ihrem durchschnittlichen Leben plötzlich zu fantastischem Bühnenruhm gerissen zu werden.
Hypnose ist aber keine Zauberei. Sie kann viel. Aber nicht Talent und Fähigkeiten aus dem Nichts schaffen, wo keine vorhanden sind.
Der Roman beschreibt auch nirgends, wie diese Wunderwerke eigentlich genau funktionieren. Nur am Rande wird mal erwähnt, dass Svengali etwa den Befehl gibt "schlafe". Das ist dann schon die ganze Induktion. Wer aus dem Roman lernen will, was da wirklich geht und wie es funktioniert, wird völlig enttäuscht. Das wird nicht beschrieben, sondern nur vorausgesetzt.
Eine realistische Beschreibung wäre natürlich auch unmöglich, weil ja eben die genannten Wirkungen ohnehin nicht zu erzielen sind.
Der Hypnotiseur als Schurke, der mit übernatürlichen Kräften unschuldige Mädchen in seinen Bann zieht und völlig hörig macht. Das ist eine Karikatur, die mit der Realität nichts zu tun hat.
Als Phantasie ist es aber durchaus interessant. Man stelle sich etwa vor, Außerirdische kämen mit hoch entwickelten Hypnosestrahlern und geben nur mir solch ein Gerät. Oder ich finde eine Wunderlampe und befehle dem Djinni als erstes, mir einen perfekten Hypnosestrahler zu bauen. Ich bin damit in der Lage, jede Frau beliebig zu kontrollieren. Eine Grundidee für eine ganze Gattung konfiszierlicher Geschichten.
Trilby
Trilby ist der Titel eines 1894 erschienenen Romans von George du Maurier, siehe die Wikipedia-Artikel (deutsch) zum Autor und in englischer Sprache zum Roman.
Hypnose spielt für die Hauptidee des Romans eine Rolle. Der Schurke in dem Roman mit dem Namen "Svengali" ist ein deutscher Pianist und Hypnotiseur. Seine Fähigkeiten auf diesem Gebiet erscheinen das erste Mal in einer Szene, wo er Trilby in kürzester Zeit von einem starken Kopfweh zu befreien in der Lage ist.
Im späteren Verlauf erfährt der Leser relativ wenig über die eigentliche Hauptidee. Die Geschichte wird weitgehend aus der Perspektive von anderen Figuren erzählt. Hier kurz die Idee:
Svengali nutzt die hilflose Lage von Trilby aus, um sie über Hypnose in seinen Bann zu ziehen. Er versetzt sie so häufig in Hypnose, dass eine zweite Trilby auftaucht. Diese kann er zu einer berühmten Sängerin ausbilden, während das Original zwar eine schöne Stimme, aber keinerlei musikalische Kenntnis hat. Als er an einem Herzinfarkt stirbt, steht Trilby vor ausverkauftem Haus und bringt keinen brauchbaren Ton raus. Sie kann sich an nichts erinnern, was sie unter Hypnose erlebt hat. Wenig später stirbt sie dann auch, wohl an den Nachwirkungen der Hypnose.
Der Roman war sehr beliebt, wurde mehrfach verfilmt, häufig im Theater aufgeführt.
Wer sich für Hypnose interessiert, sollte das einmal gelesen haben. Zahlreiche Klischees und Fehlvorstellungen zu dem Thema finden sich hier besonders eindrucksvoll. Der Roman hat zwar gewisse Längen, ist aber durchaus gut geschrieben und auch ohne das Interesse speziell an Hypnose durchaus mal ein paar Stunden Zeit wert.
Link zum Roman.
Hypnose spielt für die Hauptidee des Romans eine Rolle. Der Schurke in dem Roman mit dem Namen "Svengali" ist ein deutscher Pianist und Hypnotiseur. Seine Fähigkeiten auf diesem Gebiet erscheinen das erste Mal in einer Szene, wo er Trilby in kürzester Zeit von einem starken Kopfweh zu befreien in der Lage ist.
Im späteren Verlauf erfährt der Leser relativ wenig über die eigentliche Hauptidee. Die Geschichte wird weitgehend aus der Perspektive von anderen Figuren erzählt. Hier kurz die Idee:
Svengali nutzt die hilflose Lage von Trilby aus, um sie über Hypnose in seinen Bann zu ziehen. Er versetzt sie so häufig in Hypnose, dass eine zweite Trilby auftaucht. Diese kann er zu einer berühmten Sängerin ausbilden, während das Original zwar eine schöne Stimme, aber keinerlei musikalische Kenntnis hat. Als er an einem Herzinfarkt stirbt, steht Trilby vor ausverkauftem Haus und bringt keinen brauchbaren Ton raus. Sie kann sich an nichts erinnern, was sie unter Hypnose erlebt hat. Wenig später stirbt sie dann auch, wohl an den Nachwirkungen der Hypnose.
Der Roman war sehr beliebt, wurde mehrfach verfilmt, häufig im Theater aufgeführt.
Wer sich für Hypnose interessiert, sollte das einmal gelesen haben. Zahlreiche Klischees und Fehlvorstellungen zu dem Thema finden sich hier besonders eindrucksvoll. Der Roman hat zwar gewisse Längen, ist aber durchaus gut geschrieben und auch ohne das Interesse speziell an Hypnose durchaus mal ein paar Stunden Zeit wert.
Link zum Roman.
2010年11月18日木曜日
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